Mahnwache für Julian Assange in Bonn am 2. Januar 2021!

Pünktlich um 5 vor 12 demonstrierten am 2. Januar in Bonn Unterstützer/innen von Julian Assange für seine Freilassung. Am 04.01.2021 wird mit der Urteilsverkündung in London gerechnet.

#AChair4Assange, unter diesem Motto rufen die Unterstützer/innen von Julian Assange zu internationalem Protest gegen das unfaire Auslieferungsverfahren in England auf. Auch in Bonn findet am Samstag, 2. Januar ab 11.45 Uhr in der Poststraße vor dem Bonner Hauptbahnhof eine Mahnwache für Julian Assange statt! Wer möchte, kann sich auf einen Stuhl stellen und angelehnt an die Skulptur „Anything to Say?“ des italienischen Künstlers Davide Dormino seinen Einsatz für die Pressefreiheit demonstrieren. Bitte beachtet die allgemeinen Coronaregeln wie Maskenpflicht und 1,50 Meter Abstand!

Am 4. Januar wird Richterin Vanessa Baraitser in London ihre Entscheidung verkünden, ob Julian Assange an die USA ausgeliefert wird. Dort drohen ihm bis zu 175 Jahren Gefängnis wegen angeblichem Geheimnisverrat.

Julian Assange wurde im April 2019 nach 7 Jahren Exil in der Botschaft Ecuadors in London von der britischen Polizei verhaftet. Dort wurde er ins Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh gesteckt, ab Mai 2020 kam er auf die Krankenstation. Er verlor immer mehr an Gewicht, sein Gesundheitszustand wurde katastrophal, Freunde und Familie fürchten um sein Leben. Trotz eines großen Corona-Ausbruchs in dem Gefängnis wird Assange nicht entlassen. Er wird systematisch durch lsolationshaft von 23 Stunden am Tag psychologisch gefoltert, bei einer Anhörung im Oktober 2019 konnte er kaum seinen Namen und sein Geburtsdatum angeben. Assange erhält keinen angemessenen Zugang zu seinen Rechtsänwälten, juristischen Büchern oder seinem Computer, um sich auf die Gerichtsanhörungen vorzubereiten.

Der UN- Sonderberichterstafter für Folter Prof. Nils Melzer stellte wiederholt fest, dass Assange psychologischer Folter unterliegt und fordert seine sofortige Freilassung. Er konnte außerdem nachweisen, dass die in Schweden gegen Assange erhobenen Vorwürfe der Vergewaltigung bewusst konstruiert wurden. Assange wird von den der amerikanischen Regierung deshalb so gnadenlos verfolgt, weil er die Wahrheit über die mörderische Art und Weise veröffentlichte, wie Amerika seine Kolonialkriege führt. Wikileaks enthüllte u.a. wie die USA die Kriege in Libyen und im Irak angezettelt haben oder wie die Regierungen in Syrien und Venezuela gestürzt werden sollten.

Mit der psychischen und absehbar physischen Vernichtung Assanges soll vor aller Welt ein Exempel statuiert werden, niemals die Wahrheit über Amerikas schmutzige Kriege beim Namen zu nennen!

Wir fordern die sofortige Freilasung von Julian Assange! Die Bundesregierung muss sich dafür bei der britischen Regierung einsetzen!


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